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Das Stürzen und Drehen:
Das Stürzen und das Drehen ist aus dem Balzverhalten über Jahrhunderte herausgezüchtet worden und ist heute in der
Erbanlage gefestigt, es muß halt immer wieder zum Vorschein gebracht werden.
In ihren Heimatländern und ihren in Deutschland lebenden Landsleuten werden die Matze (gern gewählte Namensabkürzung in der EFU)
einzeln und mit Begleittaube geflogen, wobei die Begleittaube den Maz nach oben ziehen und ebenfalls oben in der Luft beruhigen soll. Die Begleittaube ist zumindest für unsere ausländischen Sportfreunde ein äußerst wichtiges Bindeglied. Hierfür wird eine akribische Auslese der Begleittauben betrieben, jeder hat natürlich die beste Rasse dafür. In der Regel handelt es sich um Hochflugtauben, im Aussehen ähneln die meisten dem Buderpester und Wiener Hochfliegern oder es sind Kreuzungen dieser Gruppe. Mein spezieller Freund L. Dimitrov schwört als Begleittaube auf Bangos, die er aus 40 Jähriger Erfahrung mit Mazedonischen Dunek’s als die beste Begleittaubenrasse hält. Außerdem fliegt er Bangos im Stich, mit Erfolg im Hochflugwettbewerb. Neu hinzu gekommen als Begleittauben sind die Demkesch, eine kleine hoch fliegende Taube.
Ist die Taube in ausreichender Höhe werden die oder der Dropper gesetzt. Am Haus kann auch die Schlagtür aufgemacht werden ,
bei entsprechendem Training stürmen die Artgenossen heraus. In dem Moment der Droppererkennung beginnt die Sturzfase. Mit dem Kopf voran geht es der Erde entgegen dabei soll sich die Taube, im Idealfall mit angelegten
Schwingen um die eigene Achse, von Sturzanfang bis kurz über dem Boden, möglichst schnell drehen. Doch wie gesagt, das wäre das Ideal.
So gibt es verschiedenartige Drehfiguren die einmal als Banane oder auch Kugel beschrieben werden. Die Bananendreher zeigen beim
Absturz Drehungen die an eine trudelnde Banane erinnern und durch das anlegen der Schwingen und eine leichte Schräglage oder eine Durchbiegung des Körpers nach hinten hervorgerufen werden. Es gibt aber auch reine Stürzer die
ohne Drehungen stürzen und so manch andere Sturzflugrasse erblassen lassen können, dieses ist aber nicht das Zuchtziel dieser Rasse.
Die Kugelfigur wird durch das leichte öffnen des Flügelbugs erreicht, sodaß von unten betrachtet die stürzende Taube wie ein
Ball aussieht. Solche sauberen und dazu noch lang durchgezogenen Flugfiguren sind zumindest hier im deutschen Raum selten und erfordern einen sehr guten Zuchtstamm, da wie bekannt, nicht alle anfallenden Tiere gute Dreher
sind.
Um gute Flugfiguren zu erreichen ist die Position der Taube, beim Beginn des Sturzes, ein äüßerst wichtiges Kriterium, meistens
sogar die Entscheidung zwischen einem erfogreichen oder schlechten Flug.
Ideal ist der Sturzwinkel von 90° über dem Landeplatz, erst dann entwickelt die mazedonische Drehtaube
ihr Drehvermögen. Wird unter flacherem Winkel gedroppt stürzt die Taube meistens ohne Drehungen zur Erde, fängt sie dann aber doch an zu drehen wird dieses in den meisten Fällen unter 90° zur Erdoberfläche geschehen, das heißt die Taube kann an anderer Stelle herunterkommen. Anders ist das bei den offen drehenden Duneks diese drehen auch unter einem flacheren Winkel schräg zur Erdoberfläche, welches wahrscheinlich durch die schraubende, mehr offene, Flugweise möglich wird.
Wichtig ist das beim Stürzen eine ausreichende Geschwindigkeit erreicht wird die erst enge Drehungen ermöglichen, ist nicht
genügend Druck nach unten vorhanden können selbst ansonst eng drehende Tauben offen werden.
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